Mai172012

Ihr wisst schon, heute ist doch Vatertag…

Ohne lange Vorrede wünsche ich heute allen Vätern einen schönen Vatertag, allen Nicht-Vätern die trotzdem Vatertag feiern auch und allen Müttern viel Nachsicht mit ihren Kronen der Schöpfung, wenn sie heute Abend eventuell etwas angetüddelt nach Hause kommen.

Schliesslich muss Mann die Festtage feiern wie sie fallen… :mrgreen: Ich bin dann auch mal weg…

Vatertag

(c) gaidaphotos.com

Mai162012

Randale in deutschen Fussballstadien – Alltag oder Ausnahme?

fussball

Mein Blick verklärt sich keineswegs, denn auch früher war nicht alles besser…

Ich kann mich noch sehr gut an die frühen 70er-Jahre erinnern, als ich schon im Besitz einer Dauerkarte für die Spiele des 1.FC Köln war. Das Thema Gewalt in Stadien gab es offiziell zu dieser Zeit noch nicht, trotzdem wurden bei Derbys wie zum Beispiel gegen Borussia Ostholland Mönchengladbach auch mal öfter die Fäuste geschwungen. Aber Polizei im Stadion war quasi gar nicht oder nur in verschwindend geringer Anzahl vertreten.

Wenn ich allerdings sehe, was heute in deutschen Fussballstadien abgeht, da traut man sich ja kaum noch ein Spiel live anzusehen. Unrühmliche Fälle wie in der vergangenen Woche, wo beim Lieblingsverein plötzlich nur noch schwarze Rauchwolken durchs Stadion waberten oder auch gestern, als wieder so eine paar hirnverbrannte Pyrotechtnik-Liebhaber ihre Mitbringsel auf den Rasen schossen, werden immer mehr zur “Normalität”. Auch bei der Meisterfeier der Dortmunder letzte Woche wurde fleissig gezündelt, allerdings sprach der Reporter da von “südländischer Begeisterung”. Wenn dem Herren mal per Bengalo die Jacke abflämmt, wird er seine Formulierung sicher überdenken.

Selbst in unteren Spielklassen verabreden sich die “Fans” der gegnerischen Vereine heute schon per Internet zum kloppen und auch Spieler sind vor ihren Anhängern nicht sicher. Als Anhänger des 1.FC Köln schämt man sich besonders, was das Thema Gewalt angeht. Da wird ein Bus mit Anhängern aus Mönchengladbach auf der Autobahn abgedrängt und mit Steinen beworfen. Das hat nichts mehr mit einer Klopperei zu tun, das ist schon vorsätzliche Körperverletzung, wenn nicht noch mehr…

Selbst die Spieler wurden angesichts der eklatanten Situation vor dem Abstieg bedroht und einem Spieler wurde sogar die Nase gebrochen. Und schlussendlich wurden sogar Spieler in ihren Wohnungen heimgesucht und dies bestimmt nicht, um sich einmal locker zu unterhalten. Da fragt der “normale” Fan sich schon, wann der erste Berufsfussballspieler ermordet wird, weil ein “Fan” abgedreht ist. Und da muss man sich auch zwangsläufig die Frage stellen, ob Randale in deutschen Fussballstadien oder im Umfeld der Vereine jetzt zum Alltag gehört…

Dass – wie gestern Abend – Plätze im Jubeltaumel gestürmt werden, das hat es auch viel früher schon gegeben. Da wurden auch schon Tore zu Kleinholz verarbeitet und alles an vermeindlichen Souvenirs eingepackt, was man bekommen konnte. Solange es friedlich dabei zugeht, muss nur der Heimverein die Rechnung übernehmen, angesichts des Erfolgs sicher noch das kleinere Übel. Traurig genug bleibt, dass man deutsche Fussballstadien erst nach einer Leibesvisitation durch Ordnungsdienst und/oder Polizei betreten kann. Und die Bekloppten bekommen ihre Bengalos trotzdem noch ins Stadion… :roll:

Früher war nicht alles besser, aber einiges schon…

Mai152012

Frauen beim Friseur – da braucht man Nerven wie Stahlseile!

kaffee

Friseure – ob nun männlich oder weiblich – gehören einer Berufsgruppe an, die wirklich unterschätzt wird…

Wir Kronen der Schöpfung sind ja relativ pflegeleicht, wenn es um unsere Haarpracht geht. Spitzen schneiden, etwas ausdünnen und fertig ist die Laube. Viele Geschlechtsgenossen legen in der heutigen Zeit auch selbst Hand an, dank elektrischer Haarschneidemaschinen und verschiedenen Aufsätzen für die Haarlänge gar kein Problem mehr. Und einige haben auf Haare schneiden überhaupt keine Lust mehr und rasieren sich kurzerhand eine Glatze. Sehr praktisch, denn man kann sich dann mit dem Schwamm kämmen, allerdings kommt so etwas für mich nicht in Frage. Wer lang hat, der lässt lang hängen!

Auch reichen vier Friseurbesuche im Jahr vollkommen aus, es sei denn man heisst Winnetou, da ist öfter mal nachfärben angesagt. Wobei ich schon seit Jahren keinen Friseursalon mehr von innen gesehen habe, geschoren wird daheim. Gestern war also quasi Premiere, allerdings nur beruflich. Denn eine relativ grosse Kette möchte ihre Läden etwas aufmotzen und so musste ich mal wieder Aussendienst schieben…

Da die Herren Friseure aber auch weiterhin Kohle scheffeln mussten, fand der Termin während der Öffnungszeit statt und für die noch recht frühe Uhrzeit war der Laden schon recht gut besucht. Nur von Dämlichkeiten natürlich, denn Männer arbeiten um diese Zeit gewöhnlich. Und was ich da inner halb einer Stunde mitbekam, das hätte bei mir schon das Anschwellen der Halsschlagader zur Folge gehabt.

Bevor nur ein Haar gewaschen oder geschnitten ist, muss der arme Friseur sich erstmal die Lebensgeschichte der Kundin anhören. Schliesslich hat man sich fast zwei Wochen nicht gesehen und seither ist viel passiert. Ist die Lebensbeichte dann abgearbeitet, kommt es zur eigentlichen Kernfrage: Was kann Mann aus der gebleichten Kurzhaarfrisur zaubern, weil Frau Kundin mal “etwas anderes haben möchte”. Wobei Frau Kundin wahrscheinlich alle 14 Tage “etwas anderes haben möchte”, ich spreche da aus langjähriger Erfahrung mit dem weiblichen Teil der Familie…:roll:

Diese Kernfrage ist allerdings sehr wichtig für die Weibchen und wird deshalb zumeist sehr ausführlich behandelt. Und da geht dann auch schon einmal eine Stunde ins Land, bevor man sich einig ist und zur Tat geschritten werden kann. Das Schneiden an sich ist schnell erledigt doch wenn dann der Fön angeworfen wird, dann muss der Friseur besonders starke Nerven haben. Denn er kann nicht einfach jedes Haar nach eigenem Gusto trocknen und legen, sondern muss die Anweisungen der Kundin korrekt befolgen. Man(n) kann zwar aus einem Pony kein Rennpferd mehr machen, aber Mann bemüht sich…

Zwichendurch darf allerdings die Konzentration nicht leiden, denn nicht nur Zwischenfragen bezüglich des Aussehens, neuer Sonderangebote bei Penny oder dem Tageshoroskop müssen beantwortet, auch Feststellungen zur NRW-Wahl müssen nach bestem Wissen und Gewissen an die Frau gebracht werden. Ob diese sie versteht ist allerdings zweitrangig, schliesslich steht da noch ein Haar ab und Frau möchte den Salon ja nicht wie ein quergekämmter Pavian verlassen.

Und so kann eine Kundin auch schon mal locker 3-4 Stunden beim Friseur verbringen, wobei der Schnibbler den Nervenverlust allerdings bezahlt bekommt. Immer noch besser als sich das weibliche Geblubber umsonst anhören zu müssen. Aber starke Nerven sollte man schon besitzen, denn der Durchschnitts-Mann würde wahrscheinlich nach der ersten Kundin fluchtartig das Land verlassen…

*Es waren wirklich nur männliche Friseure da, aber bei Friseurinnen wird es wahrscheinlich ähnlich, vielleicht auch noch extremer zugehen.

Mai122012

Die Daten-CD – Wer braucht so etwas noch?

laptop

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als die ersten CD-Brenner auf den Markt kamen…

Soooo lange ist es ja noch nicht her, allerdings kommt es einem heute vor wie frühes 19. Jahrhundert. Bei den ersten Brennern konnte man ja auch noch munter während des Brennvorgangs einen Waldlauf absolvieren. Um dann bei der Rückkehr einen Buffer overflow zu registrieren und wieder mal eine Scheibe für die Tonne gedrechselt zu haben. Später dann, als die Dinger schneller wurden, musste man sich mit dem Waldlauf schon beeilen…

Wollte man mal wieder etwas – natürlich legale – Musik auf den Silberling schieben, um auch im Auto immer auf dem neuesten musikalischen Stand zu sein, wurden beim Brennen auch mal Überstunden gemacht. Brauchte ein Freund mal ein paar Dokumente, die als Mailanhang wieder zu umfangreich waren, wurden die entsprechenden Daten kurzerhand auf eine CD gepackt und gebrannt. Kleinere Spielchen, Fotos und Programme, Sicherungen von der Festplatte, alles wurde auf eine Daten-CD geschrieben und wenn ich mich zurück erinnere, dann war meine Sammlung an Scheiben sehr umfangreich.

Doch dann kam die DVD auf den Markt, externe Festplatten und für den mobilen Gebrauch USB-Sticks. Und die “normale” Silberscheibe wurde in den Hintergrund gedrängt. Alles was früher die “normale” CD übernommen hatte, kann man heute auf diesen Medien parken und braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, dass man die Obergrenze von 700 MB überschreitet. Und jede Menge Platz hat man auch noch gespart, denn die Silberlinge konnten schon einmal ganze Regale füllen.

All das kam mir heute morgen in den Sinn, als ich meine letzten gebrannten CD’s, die durch die Reihe schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatten aber von denen ich mich aus Sentimentalität noch nicht verabschiedet hatte, dann endgültig getrennt habe. Und eine CD brennen werde ich bestimmt auch nicht mehr, denn in den heimischen Laptops sind nur DVD-Brenner verbaut. Und selbst die verstauben… :roll:

Aber mal ehrlich, wer von euch brennt denn noch eine CD?

Mai112012

Gedanken vor der NRW-Wahl – Röttgen, pro NRW und die Salafisten

papier

Gestern hatte ich mir ein paar Gedanken über die Piratenpartei gemacht, heute gilt es ein paar andere Protagonisten unter die Lupe zu nehmen. Ein Politiker und 2 Gruppierungen, die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Die aber trotzdem für Aufsehen sorgten, was aber in Wahlkampfzeiten auch nicht weiter verwunderlich ist.

Norbert Röttgen

Weil sich die Minderheitenregierung aus SPD und Grünen einen Fehler in der Geschäftsordnung leistete, kommt es nach 2 Jahren zu Neuwahlen in NRW. Für die Roten mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an der Spitze vielleicht ein ungeplanter Glücksfall, den allerdings Norbert Röttgen, seines Zeichens noch Umweltminister im Kabinett Merkel, verhindern möchte. Allerdings fährt der Herr Röttgen zweigleisig, wofür er – wenn man den Umfragen glauben darf – wahrscheinlich am Sonntag auch die Quittung bekommt.

Denn der Herr Röttgen hatte erklärt, dass er Ministerpräsident von NRW werden möchte. Allerdings hat er da in meinen Augen nur nach dem Posten geschielt, immer mit der Sicherheit im Rücken, im Falle der Niederlage sein Amt als Umweltminister weiterführen zu können. Und ich wage mal zu behaupten, dass seine Chancen auf einen Wahlsieg bedeutend besser gewesen wären, wenn er seinen Ministerposten abgegeben und klipp und klar erklärt hätte, dass er auch bei einer Wahl-Niederlage in NRW geblieben wäre. So wie zum Beispiel Christian Lindner bei der Landes-FDP schon als neuer Messias gefeiert wird, zwar unter anderen Vorzeichen, aber er hat seine Chance genutzt.

Die Wähler sind alle mündig und merken schnell, wenn sie jemand verarschen will. Mal eben von Berlin nach Düsseldorf fahren, die Wahl gewinnen und als Held dastehen. Wenn nicht, dann geht man eben wieder zurück… Ist aber nicht mit uns Rheinländern zu machen und erst recht nicht mit den bodenständigen Westfalen. Und wenn man dann im Fernsehinterview auf spitzfindige Fragen der Reporter auch noch die falschen Antworten liefert und sich so den Zorn der eigenen Parteikollegen zuzieht, dann dürfte der Herr Röttgen schon am Montag wieder Geschichte sein. Zumindest bei uns in NRW…

pro NRW und die Salafisten

Mal ganz davon abgesehen, dass eine Gruppierung wie pro NRW, die Nachfolger von pro Köln, gegen deren “Ansichten” ich selbst schon vor ein paar Jahren hier demonstriert habe, für mich keine Partei sondern nur eine Gruppe Rechtsradikaler mit verbohrten Ansichten ist, müsste diese Gruppierung eigentlich verboten werden. Denn mehr als öffentlich zur Schau getragener Hass gegen Ausländer kommt aus deren Reihen nicht, wobei sogar schon vom Fernsehsender WDR nach einem kritischen Beitrag mehr politische und weltanschauliche Neutralität angemahnt wurde. Da hat wohl der PR-Abteilung der Gruppierung etwas nicht gepasst…

Aber wenn es gilt, Flagge zu zeigen und ihre fremdenfeindlichen Parolen unters Volk zu bringen, dann sind sie an vorderster Front. So wie am Wochenende geschehen in Bonn, als es zur Provokation der Salafisten kam, in deren Folge auch noch Menschen verletzt wurden. Ich muss allerdings gestehen, dass ich auch eine Gruppe wie diese Salafisten hier bei uns nicht zur Wirkung kommen liesse. Deren Weltanschauung, die der von pro NRW fast gleich kommt, nur eben von einem anderen Standpunkt aus gesehen, darf gerne in den Heimatländern der Anhänger verbreitet werden, hat aber hier bei uns nichts zu suchen. Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen Gläubige Islamisten, aber ich habe etwas gegen Radikale, die anderen ihre Meinung aufzwängen wollen.

Da wird der Koran zigtausendfach verteilt und das sicher nicht nur mit den friedlichsten Hintergedanken. Man stelle sich nur mal das Szenario vor, deutsche Christen würden vor der Kaaba in Mekka die Bibel verteilen, die müssten dann aber sicherlich Angst um ihre Gesundheit haben. Und wenn eine Gruppe die sich schnell provozieren lässt und eine andere Gruppe die gern provoziert aufeinander treffen, dann kommt es zu solch unschönen Szenen. Auf die aber mit Sicherheit über 99% der Einwohner von NRW gerne verzichten können…