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Und die Kirche schwimmt doch im Geld

26. Juli 2014 um 12:42

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Das Bistum Limburg hat vor kurzem seine Finanzen offen gelegt.

Die meisten werden so wie ich Limburg nur wegen des umstrittenen Skandal-Bischofs Tebartz-van Elst kennen. Mit Ausnahme derer, die sich etwas intensiver mit der Kirche beschäftigen. Ich bin vor kurzem auch nur über die Schlagzeile gestolpert, dass das Bistum Limburg Rücklagen in Höhe von knapp 900 Millionen Euro verwaltet.

Auch das Erzbistum Köln hat vor kurzem eine Zusammenfassung seines Immobilienbesitzes veröffentlicht. Demnach stehen Grundstücke und Gebäude von knapp über 600 Millionen Euro zu Buche, wobei diese rechnung allerdings etwas ungenau ist. Denn es gibt alleine etwa 1200 Kirchen und Kapellen die den Pfarreien gehören und deshalb nicht in der Bilanz erscheinen.

Auch der Kölner Dom ist als “Wert” nicht enthalten, da er offziell nicht dem Erzbistum gehört, sondern vom Domkapitel verwaltet wird. Auf der finanziellen Einnahmenseite stehen erwartete Kirchensteuereinnahmen von ca. 557 Millionen Euro netto!!, weshalb wohl auch das Erzbistum Köln nicht am Hungertuch nagen dürfte.

In die Berechnungen sind allerdings Beteiligungen an diversen Wohnungsgesellschaften, viele auch mit Objekten in Top-Lagen, einer Filmproduktionsfirma und vom Erzbistum verwaltete Stiftungen noch nicht eingerechnet. Allgemein sind Beteiligungen und Grundstückswerte, oftmals in besten und somit auch teuersten Lagen, eher minderwertig angegeben. Sprich nur der Buchwert und nicht etwa der aktuelle Marktwert.

Weshalb die veröffentlichen Zahlen auch eher mit Vorsicht zu genießen sind. Bleibt festzuhalten, das die katholische Kirche ganz sicher nicht am Hungertuch nagt. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob man – nachdem aktuelle Personal- und Verwaltungskosten beglichen sind – solche riesigen Rücklagen anhäufen muss.

Es gäbe doch mit Sicherheit Bedürftige und auch kirchliche Einrichtungen, bei denen das Geld gut angelegt wäre.

Gestern gesehen – Chevrolet Pickup 3100

26. Juli 2014 um 10:20

Dieses Prachtstück habe ich gestern in Überlingen am Bodensee gesehen.

Wie man an Front und Heck des Fahrzeugs, einem Chevrolet Pick Up 3100, sehen kann, haben wohl damit zwei frisch vermählte die Fahrt ins Eheglück vollzogen. Der Chevi wurde Ende der 40er bis etwa Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gebaut. Der Dreisitzer war gerade bei der amerikanischen Landbevölkerung sehr beliebt und es gibt noch viele Exemplare, die heute erhalten sind.

Der V6-Motor ist mit heutzutage zwar etwas schwachbrüstigen 86 PS motorisiert, dafür dürfte aber bei knapp dreieinhalb Litern Hubraum genügend Drehmoment vorhanden sein. Und wenn man bedenkt, dass das edle Teil mindestens 60 Jahre auf dem Buckel hat, dann ist die Leistung nicht zu verachten. Im übrigen haben Oldtimer-Bastler den Chevi schon lange für sich entdeckt und es gibt einige Exemplare, die den Originalmotor gegen ein kräftigeres 250 PS-Aggregat mit schnuckligen 5 Litern Hubraum ersetzt haben.

In jedem Fall ein Fahrzeug, das mir auch noch Spaß machen könnte… :cool: Etwas größer gibt es dieses Prachtexemplar in meinem Pinterest-Account, ein Klick ins Foto genügt.

Chevrolet

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Gewinnspiele bei Facebook

25. Juli 2014 um 10:10

facebook

In der letzten Zeit erhalte ich öfter Mitteilungen in meiner Timeline bei Facebook, wenn mal wieder jemand aus meiner Freundesliste an einem Gewinnspiel teilgenommen hat. Ich habe absolut nichts gegen Gewinnspiele, im Gegenteil, wenn es attraktive Preise zu gewinnen gibt, beteilige ich mich auch schon einmal. Nur bei Facebook tue ich mich schwer damit…

Gestern Abend habe ich mir in einem Anflug von Langeweile einmal das angesehen, was die meisten wahrscheinlich nur als gelesen anklicken und ansonsten ignorieren: Die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Ich bin kein Fachmann was Gewinnspiele betrifft aber ich nehme an, das diese Bedingungen zumindest für die Gewinnspiele bei Facebook gleich oder zumindest ähnlich gestaltet sind.

Und ich war doch über einige Inhalte etwas überrascht. Wie zum Beispiel darf ich den folgenden Satz deuten:

Der im Gewinnspiel gegebenenfalls präsentierte Gewinn ist nicht zwingend mit dem gewonnenen Gegenstand identisch…

Für mich heißt das eigentlich, dass wenn zum Beispiel ein Smartphone verlost wird und ich gewinne, ich notfalls auch mit einem Päckchen Kaugummi Vorlieb nehmen muss. Vielleicht ein etwas drastisches Beispiel, allerdings ist diese Formulierung auch sehr schwammig. Mit Absicht? Auch der folgende Passus bietet Raum für Spekulationen:

Bis zu Übergabe des Gewinns behält sich XXX darüber hinaus ausdrücklich vor, ohne Ankündigung oder Angaben von Gründen den Spielablauf zu verändern und/oder den Gewinn in Art und Umfang zu ändern, auszutauschen und durch einen anderen Gewinn zu ersetzen. Den Teilnehmern stehen in solchen Fällen keinerlei Ansprüche zu.

Bedeutet im Endeffekt doch auch nur, dass der Veranstalter etwa bei zu wenigen Teilnehmern den hochpreisigen Gewinn gegen einen Gewinn auszutauschen, der nicht so “wertvoll” ist. Und der Gewinner hat zwar gewonnen, ist im Endeffekt aber trotzdem verarscht worden. Und der dritte Absatz der mir bitter aufgestieß ist folgender:

XXX behält sich vor, den Namen und die Adresse des Gewinners zu Marketingzwecken für Unternehmen der XXX Gruppe sowie den jeweils beteiligten Kooperationspartnern zu nutzen. Der Gewinner erklärt sich hiermit einverstanden.

Was das in etwa bedeutet, dürfte auch denjenigen klar sein, die ihre Daten gerne unbedacht im Netz verbreiten. Allerdings sollte man dann im Fall eines Gewinns damit rechnen, seinen Namen und seine Anschrift eventuell dort aufzufinden, wo man es garantiert nicht erwartet hätte. Es mag sein, dass ich das etwas zu schwarz sehe und diese Formulierungen bei Gewinnspielen allgemein üblich sind.

Für mich ist so etwas aber auch ein Grund, mich daran nicht zu beteiligen.

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